ADHS/ADS

Wie äussert sich das ADHS oder ADS

Kaum eine Krankheit, Störung bzw. Verhaltensauffälligkeit ist zur Zeit mehr im Gespräch als das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit und ohne Hyperaktivität, Kurz ADS bzw. ADHS, wenn die hyperaktive Variante gemeint ist. Kinder und Jugendliche mit ADHS/ADS können ihre Aufmerksamkeit nicht über einen längeren Zeitraum bündeln, es sei denn, eine Aufgabe ist für sie von grossem Interesse. Zudem neigen diese Kinder zu impulsivem Verhalten. Das H in ADHS steht für Hyperaktivität. Damit wird die motorische Unruhe gemeint. Dies Kinder sind ständig in Bewegung. Sie rennen statt zu gehen und wenn sie sitzen fuchteln sie mit Armen und Beinen.


Was heisst das für ein Kind?

Für Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter gibt es nie einfache Erklärungen. Dazu kommt, dass unser Verständnis von kindlichem Verhalten, einem ständigen Wandel unterliegt. Darf ein Kind wild und laut sein? Darf es seinem Ärger Luft machen oder soll es alles in sich hineinfressen. Wenn man verschiedene Generationen befragt, unsere Eltern und Grosseltern, werden wir verschiedene Antworten erhalten. Früher hiess es, es gibt wildere und ruhigere Kinder und sie wurden so akzeptiert. Heute gilt eher der Trend "Funktionieren". Wer nicht mitzieht, wird aussortiert.

Was ist zu tun?

In manchen Büchern steht, dass es sich bei ADS um eine angeborene und unheilbare Erkrankung handelt. In Wirklichkeit ändert sich das Erscheinungsbild jedoch im Altersverlauf. Menschen die als Kinder unruhig, verträumt etc. waren sind heute vielleicht genau das Gegenteil. Hier wäre eine ADS Diagnose nicht mehr zu stellen. Es können aber auch Aggressivität oder soziale Isolierung dazukommen. Die wichtigsten Voraussetzungen zur Überwindung einer ADS Symptomatik ist ein stabiler Rückhalt in der Familie und die zu dem jeweiligen Störungsbild passende Therapie.


Medikamente

Die Tatsache, dass Medikamente wirken so wie das gewünscht ist, beweist nicht, dass es keine alternativen Erklärungen für das auffällige Verhalten eines Kindes oder Jugendlichen gibt. Die Erleichterung die Ritalin und verwandte Medikamente bieten, darf uns nicht dazu bringen, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Nicht immer ist der einfachere Weg auch der Bessere.

Nicht in jedem Fall ist ein Medikament die Lösung.

Wie war es früher

Damals hiess es, austoben, austoben, austoben!